Heimsieg der HSG Owen-Lenningen 4 gegen unser Team 3 am 07.03.20 mit 32:27 Toren (20:15)

von

TEAM III

Wow, 27 Tore in OLE mit einer nicht eingespielten Truppe, mit 2 ganz neuen aus der A-Jgd., dem Kevin Anderka und dem Steven Schmid, die noch nie dabei waren und mit Dominik Dobras (DoDo) und Mathis Harrer, die erst einmal mit uns zusammen trainiert haben. Mit individuellem Können, manchmal mit Einzelaktionen, teilweise in Kleingruppen nach dem Handball-1x1 praktiziert, konnten wir offensive Akzente setzen, was man in dieser Zusammensetzung nicht erwarten durfte. Immerhin ging es gegen den Tabellenführer der nur 2 Minuspunkte auf dem Konto hat, und die waren von uns. Im Hinspiel gelangen uns sogar 30 Treffer. Hat der Alessandro eigentlich den Kasten für den 30sten bezahlt? Da wo wir im Vorfeld eigentlich die Probleme sahen, waren wir effektiv, haben sogar unser Soll übererfüllt. Die Wurzel des Übels lag aber in der Abwehr, wo sie, selbst mit einer nicht eingespielten Mannschaft, nicht liegen darf. Abwehr kann eigentlich jeder, wenn die Einstellung stimmt, wenn der Wille da ist, die Konzentration hochgefahren ist, die Bereitschaft vorhanden ist, seinen Körper gegen die Angreifer einzusetzen. Mit dieser Aussage gingen wir ins Spiel und dem Hinweis, dass bereits ein Faulpelz ausreicht um den Mannschaftserfolg zu gefährden. Nun hatten wir zwar nicht einen einzigen und den ständig, nein, wir hatten ständig immer einen anderen der die oben erwähnten Eigenschaften vermissen ließ.

Motzen wir noch ein wenig weiter und beginnen von vorne, also kurz nach dem letzten Spiel, als wir die Misere feststellen mussten. Fehlende Trikots und ein Nummernsalat bei den Hosen machten uns das Leben schwer. Eine gute Vorbereitung auf ein Spiel sieht anders aus. Seit letzten Montag waren wir deshalb auf der Suche und fanden dann am Donnerstag heraus, dass einige Trikots im Koffer der Zweiten liegen und eines als Strandkleidung zu Werbezwecken für´s Team in Gebrauch ist. Die Organisation wie diese zusammen kommen war gebongt, die Ausführung jedoch ging in die Hose. Um auf Nummer "Ganz Sicher" zu gehen, baten wir Volle nicht nur um personelle Hilfe, sondern auch gleich um den Trikotkoffer der A-Jgd., und, man ahnt es schon, in denen haben wir auch gespielt. Unser halblebiger Koffer kam kurz vor dem Spiel zwar an, aber was sollten wir mit dem anfangen? Mit unseren weißen Ersatztrikots war gegen die neue Spielgemeinschaft OLE nichts zu machen, da das alte Gelb von O und das Blau von LE im Kompromiss Weiß geworden ist. O-Je in O-LE. Eine gute Vorbereitung auf´s Spiel sieht anders aus.

Zum Vereinssport gehört halt auch noch das Drumherum, die Ordnung, die Disziplin und eine gewisse Mannschaftsverantwortung. So gehört zum Handball nicht nur das Ballern auf´s Tor, um eigene Tore, sondern auch um das Abwehren von Bällen. Unserem Ralf ist in dieser Hinsicht nichts vorzuwerfen. Der hält ja immer mehr als er muss. Unerlässlich ist auch die Kleidung, die wir unseren großzügigen Spendern zu verdanken haben und sie deshalb pfleglich behandelt werden muss. Einen ebenso wichtigen Part nimmt das Amt des Sekretärs/Zeitnehmers ein. Ohne die geht es nicht. Deshalb bedanken wir uns herzlichst bei Manuel Hoyler aus Lenningen, dem jungen Mann der ohne Murren für uns eingesprungen ist, obwohl wir eigene Möglichkeiten gehabt hätten den Platz zu besetzen, aber keiner wollte. Das ist einfach beschämend und muss besser werden. Nachdem er nach dem Spiel dringend gehen musste, konnte er nicht einmal mehr das versprochene Vesper einlösen. Beim nächsten Treffen hat er das noch gut. Ein weiterer netter Zug der Gastgeber war, dass sie bei einigen Pfiffen gegen uns, bzw. ausbleibenden Pfiffen für uns, Verständnis für unsere ohnmächtige Lage hatten. Wir wiederum hielten uns an die vor dem Spiel selbst auferlegte Order zu Schweigen, auch wenn es innerlich brodelt. Auf diesem Gebiet verhielten wir uns perfekt. Der einzige Pöbler auf der Tribüne mit seinen sinnlosen Beleidigungen wurde von unsrer Amtsperson, dem Hauptkommissar Litschko, sofort in die Schranken verwiesen. Wenn wir jetzt auch noch gewonnen hätten, wäre der Samstag trotzdem noch gerettet gewesen. Aber OLE war heute etwas besser und hat verdient gewonnen. Der junge Trainer der HSG hatte auf der Bank einfach mehr zu bieten und konnte auf 2 Blöcke zurück greifen. Die ersten 6 von der jungen Garde und die anderen 6, allesamt im AH-Alter bis 42 Jahre. Von den 32 Toren gingen 22 auf das Konto von "Alt" und ebenso hielten sie hinten den Laden dicht. Zum Verschnaufen durften sie dann raus.

Bis zum 8:8 nach einer Viertelstunde hielten wir gegen die U26 der Heimmannschaft gut mit und hätten mit einer ordentlichen Abwehr sogar vorne liegen müssen. Gegen Ü40 kassierten wir bis zur Pause noch 12 Tore, da wir die langen und wuchtigen Rückraumspieler wirken ließen. In der 47. Min. schien die Partie beim Stand von 29:21 entschieden. 5 Min. später stand es nur noch 30:25 und es keimte noch etwas Hoffnung auf. Wir krempelten in einer Auszeit die Mannschaft um, stellten die Abwehr offensiver ein, was zuerst schief ging, dann aber zu Ballgewinnen führte. Auch solche Dinge müssen geübt werden. Die fallen einem nicht in den Schoß. Es war nicht alles schlecht, aber wir haben noch viel Luft nach oben. Unsere Vermutung, wenn wir nur gegen den jungen oder nur gegen den älteren Block gespielt hätten, wir als Sieger vom Platz gegangen wären, ist wahrscheinlich. In der Kombination waren sie schon wegen der unterschiedlichen Spielweise schwer auszurechnen. Die einen konnten besser laufen, die anderen besser werfen und sich durchsetzen. Die einen hätten wir mit Gegenstößen, die anderen mit geduldigerem Spiel knacken können. Die einen durften mit ihrer Körperlänge und Wucht schon mal ein Rückraumtor erzielen, die anderen mit ihren Kernwürfen aus der Distanz hätten wir verteidigen müssen.

Jetzt heißt es, nächste Woche, bei unserem geographischen und tabellarischen Nachbarn aus Altbach, das Gute (Tempospiel und Spielwitz) zu bewahren und die Schwachpunkte (Trikots, Zeitnehmer, harmlose Abwehr, ungeduldig aufgebauter Angriff) zu reduzieren. Dann klappt es auch.

Ein großes Dankeschön geht an Kevin und Steven, die beide einen sehr guten Einstand in der harten Männerwelt der Kreisliga gaben. Ihr dürft gerne wiederkommen. Danke auch an den verletzten Hannes, der seine 2 Kameraden begleitet hat.

In den A-Jgd.-Trikots spielten: Moritz (3), Mathis (3), Steven (4), Houssem, Cotter (2), Lino, Steffen L. (2), Kevin (4), DoDo (4), Marcel (2) und Drazen (4). In seinem eigenen grauen Torwartdress stand der Ralf seinen Mann.

fob

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